DeepSeek bietet über seine API aktuell zwei LLM-Zugänge an: deepseek-chat und deepseek-reasoner. Beide entsprechen laut offizieller Doku derzeit DeepSeek-V3.2 mit 128K Kontextfenster; deepseek-chat steht für den Non-Thinking-Modus, deepseek-reasoner für den Thinking-Modus. Die API ist OpenAI-kompatibel, unterstützt u. a. JSON Output, Tool Calls, Chat Prefix Completion und bei deepseek-chat zusätzlich FIM Completion. DeepSeek API
LLM - „Into the unknown“
Herkunft: China ⓘ Keine gesicherten offiziellen Volladressdaten auf der DeepSeek-Website/Policy verfügbar
Zielgruppe
DeepSeek richtet sich vor allem an Entwickler, technisch versierte Einzelanwender, Start-ups, Freelancer und Teams, die sehr günstige LLM-Kosten mit API-Flexibilität kombinieren möchten. Besonders attraktiv ist DeepSeek für Nutzer, die bereits OpenAI-kompatible SDKs oder Tools einsetzen, weil die API laut offizieller Doku kompatibel aufgebaut ist. Für stark regulierte Enterprise-Umgebungen ist DeepSeek dagegen deutlich anspruchsvoller in der datenschutzrechtlichen Bewertung.
Herausragende Funktionen
Die größte Besonderheit ist, dass DeepSeek die aktuelle API praktisch auf zwei Modi reduziert: chat für Standard-/Non-Thinking-Workloads und reasoner für Thinking-/Reasoning-Workloads, beide auf Basis von DeepSeek-V3.2. Hinzu kommen Tool Calls, JSON Output, Chat Prefix Completion, ein OpenAI-kompatibler Zugang und Unterstützung für Anthropic-Format. Aus den Open-Platform-Terms sticht außerdem hervor, dass DeepSeek Nutzern etwaige Rechte an Outputs zuweist und die Nutzung der Outputs auch für Distillation/Training anderer Modelle erlaubt.
Wichtigste Anwendungsfelder
DeepSeek ist besonders stark für Softwareentwicklung, Coding-nahe Automatisierung, Reasoning-Aufgaben, Tool-Use-Workflows, komplexe Such-/Recherchepfade und dokumentennahe Textverarbeitung. Die offiziellen Releases betonen immer wieder Verbesserungen bei SWE-bench, Terminal-Bench, front-end development skills, tool usage und complex search tasks. Das macht DeepSeek vor allem für technische und agentische API-Workflows interessant, weniger für klassisches nicht-technisches Enterprise-SaaS.
Nutzung & Hinweise
Die Nutzung startet über https://api.deepseek.com und ist laut offizieller Doku mit OpenAI-kompatiblen Clients möglich. Wer normale, günstige Chat-/Coding-/Workflow-Aufgaben lösen will, beginnt typischerweise mit deepseek-chat; für aufwendigere Denkpfade, Mathe, Code-Analyse oder Multi-Step-Reasoning nutzt man deepseek-reasoner oder Thinking Mode. Aus Compliance-Sicht ist wichtig, dass DeepSeek personenbezogene Daten laut Privacy Policy in China verarbeitet und standardmäßig auch zur Verbesserung/Optimierung der Technologie nutzt, sofern man nicht von den Opt-out-Möglichkeiten Gebrauch macht.
deepseek-chat
Am besten geeignet für:
Günstige produktive Standard-Workflows, Coding, Tool Use, Automatisierungen, JSON-Output, FIM-Completion, textbasierte Extraktion und allgemeine App-Logik.
Das ist der praktische Default. Offiziell ist es der Non-Thinking-Modus von DeepSeek-V3.2. Für die meisten Alltags-API-Fälle ist das die sinnvollste und wirtschaftlichste Wahl.
deepseek-reasoner
Am besten geeignet für:
Harte Denkaufgaben, Mathe, Code-Analyse, komplexe Suche, tiefere agentische Logik und Aufgaben, bei denen Chain-of-Thought die Genauigkeit erhöhen soll.
Das ist der Thinking-/Reasoning-Modus von DeepSeek-V3.2. Offizielle Docs beschreiben ihn als Modell, das vor der finalen Antwort zunächst eine CoT erzeugt, um die Genauigkeit zu erhöhen.
Stärken & Schwächen im Überblick
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| - Sehr günstige API-Preise im offiziellen Pricing. | - Das aktuelle API-Portfolio ist schmal: offiziell nur zwei Modell-IDs. |
| - Gute Eignung für Coding, Reasoning, Tool Use und agentische Workflows. | - Für EU-/DSGVO-sensitive Nutzung kritisch, weil DeepSeek laut Privacy Policy personenbezogene Daten direkt in der Volksrepublik China verarbeitet und speichert. |
| - OpenAI-kompatible API, was Integrationen erleichtert. | - DeepSeek nutzt personenbezogene Daten laut Privacy Policy grundsätzlich auch, um die Services zu verbessern und die Technologie zu trainieren/optimieren; ein Opt-out ist zwar vorgesehen, aber nicht Default. |
| - Open-Source-/MIT-Lizenz-Strategie bei den Modellgewichten. | - Keine klar öffentlich dokumentierten klassischen Enterprise-Tiers; laut FAQ gibt es keine tiered plans und Rate Limits sind dynamisch. |
| - Laut Terms relativ weitgehende Nutzungsrechte an Outputs. | - DeepSeek selbst weist darauf hin, dass Outputs fehlerhaft sein können und nicht als professionelle Beratung dienen sollen. |
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DSGVO-konforme Nutzung möglich?
In der Praxis für viele EU-Unternehmen kritisch. Positiv ist, dass DeepSeek in seiner Privacy Policy EEA/UK/CH-spezifische Rechtsgrundlagen nennt, Betroffenenrechte beschreibt und „appropriate safeguards“ für bestimmte internationale Übermittlungen erwähnt. Gleichzeitig nennt die Privacy Policy ausdrücklich, dass personenbezogene Daten zur Leistungserbringung direkt in der Volksrepublik China erhoben, verarbeitet und gespeichert werden. DeepSeek nutzt personenbezogene Daten laut Policy auch zur Verbesserung der Services sowie zum Training/Optimieren der Technologie; ein Opt-out für Training ist zwar dokumentiert, aber nicht standardmäßig ausgeschlossen. Hinzu kommt: In den öffentlich geprüften offiziellen API-/Terms-/Privacy-Unterlagen fand ich keine separat veröffentlichte AVV/DPA, keine öffentlich ausformulierte EU-Datenresidenz und keine konkret ausformulierte SCC-Dokumentation für API-Kunden. Für DSGVO-sensitive Unternehmensnutzung daher nur nach sehr sorgfältiger eigener Rechtsprüfung.
